Fünf Jahre GGL: Fortschritte bei der Regulierung und Appell für mehr Flexibilität
Noah Schröder · Sep 25, 2026

Fünf Jahre GGL: Fortschritte bei der Regulierung und Appell für mehr Flexibilität

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat im September 2026 ihr fünfjähriges Bestehen begangen und dabei einen umfassenden Rückblick auf ihre Arbeit veröffentlicht, der sowohl erreichte Meilensteine als auch bestehende Herausforderungen beleuchtet; der Bericht hebt hervor, wie die Behörde seit ihrer Gründung im Jahr 2021 schrittweise ihre Aufgaben ausgebaut hat und nun mit rund 100 Mitarbeitern operiert.
Überblick über die Aufsichtstätigkeit
Die GGL beaufsichtigt derzeit 129 lizenzierte Betreiber und Vermittler sowie 229 autorisierte Websites, wobei diese Zahlen den aktuellen Stand der regulierten Online-Glücksspielangebote in Deutschland widerspiegeln; Beobachter stellen fest, dass die Behörde damit eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags einnimmt und kontinuierlich neue Anträge prüft.
Intensivierung der Durchsetzungsmaßnahmen
Im Bereich der Vollstreckung verzeichnete die GGL einen deutlichen Anstieg der Verfahren, denn die Zahl der Verbotsverfahren stieg von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025, während bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Websites unzugänglich gemacht wurden; diese Entwicklung zeigt, wie die Behörde ihre Ressourcen gezielt auf die Bekämpfung nicht autorisierter Angebote konzentriert hat und dabei mit technischen sowie rechtlichen Mitteln vorgeht.
Ergebnisse der wissenschaftlichen Marktstudie
Eine begleitende wissenschaftliche Untersuchung schätzt den Anteil des regulierten Marktes am gesamten Online-Glücksspiel für das Jahr 2024 auf etwa 77 Prozent, wobei die Studie Daten zu Nutzungsverhalten und Anbieterstrukturen auswertete und damit eine Grundlage für weitere Regulierungsentscheidungen liefert; die GGL verweist in ihrem Bericht auf diese Zahlen als Indikator für die Wirksamkeit der bisherigen Lizenzvergabe.

Forderung nach regulatorischer Anpassungsfähigkeit
In dem Jubiläumsbericht ruft die GGL zu größerer regulatorischer Flexibilität auf, um mit den schnellen Veränderungen bei Geschäftsmodellen, Technologien und illegalen Aktivitäten Schritt halten zu können; die Behörde argumentiert, dass starre Regelwerke den Schutz von Spielern und die Effizienz der Aufsicht behindern könnten, während Anpassungen an neue Entwicklungen notwendig seien.
Der Bericht mit dem Titel „Fünf Jahre GGL: Die Fachbehörde hat sich etabliert und wirkt“ ist über die offizielle Seite der Behörde gluecksspiel-behoerde.de zugänglich und fasst die operativen Fortschritte seit 2021 zusammen; darin werden auch die Herausforderungen durch sich wandelnde Online-Angebote detailliert beschrieben, ohne jedoch konkrete Gesetzesänderungen vorzuschlagen.
Strukturelle und personelle Entwicklung
Seit ihrer Einrichtung hat die GGL ihre personelle Ausstattung kontinuierlich ausgebaut, bis sie heute etwa 100 Beschäftigte umfasst, die für die Prüfung von Lizenzanträgen, die Überwachung laufender Betriebe und die Koordination mit den Bundesländern zuständig sind; diese Aufstockung ermöglichte es, die steigende Zahl von Verfahren und die technische Überwachung illegaler Angebote zu bewältigen.
Zusammenfassung der bisherigen Bilanz
Die veröffentlichten Daten zeigen, dass die GGL in fünf Jahren eine solide Grundlage für die Regulierung des Online-Glücksspiels geschaffen hat, während der Anstieg der Durchsetzungsmaßnahmen und die Ergebnisse der Marktstudie gleichzeitig auf verbleibende Lücken hinweisen; die Behörde sieht in einer flexibleren Ausgestaltung der Vorschriften einen Weg, um zukünftigen Entwicklungen besser begegnen zu können.
Ausblick auf kommende Aufgaben
Abschließend betont der Bericht, dass weitere Anpassungen der regulatorischen Rahmenbedingungen erforderlich sind, um den Schutz der Spieler langfristig sicherzustellen und illegale Aktivitäten effektiver einzudämmen; die GGL kündigt an, ihre Arbeit auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse fortzusetzen und mit den Ländern sowie anderen Stellen zusammenzuarbeiten.